der sommer kam rein und weinte. er war ganz nass. frollein erdbeer holte ein frotteehandtuch aus der kommode und wickelte den triefenden sommer darin ein (ja, triefend, so sehr weinte er!). sie fragte den jungen sommer, was denn passiert wäre und wieso er so traurig sei, doch zu allem überfluss bekam der kleine sommer nun auch noch einen ziemlich schlimmen schluckauf, sodass man kein verständliches wort oder gar eine erklärung aus ihm herausbekam.
frollein erdbeer seufzte und setzte einen tee auf. als sie in der küche werkelte, murmelte der sommer kleinlaut:

"die regenfrau hat mich getreten. sie sagte, ich würde niemals stark genug werden, um ihr zu trotzen."
"ach mein sommer", seufzte frollein erdbeer abermals, "das sagt sie doch jedes jahr. und letztendlich besiegst du sie immer wieder. wie oft willst du dich denn noch davon verletzen lassen?"
"aber.. sie hat mich getreten!"
"schon gut. ich werde mit ihr reden. aber.. versprichst du mir etwas?"
"was denn, frollein erdbeer?"
"werd schnell groß und stark. und werd wählerischer, was deine freunde angeht. du musst nicht immer bei der regenfrau spielen."
"werd ich auch nicht mehr. nie mehr!"
"versprichst dus?"
"versprochen."

sie lächelte und zerknüllte das handtuch, während der sommer kreischend durch den perlenvorhang verschwand. hätte doch nur ihr jemand früher solche versprechen entlockt.
3.5.07 04:48
 


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